Aus-wandern – Ankunft im neuen Land vor 5 Jahren!

Flagge Uruguay

Die Flagge von Uruguay

Hallo aus dem schönen Uruguay,

5 Jahre ist es heute genau her, dass ich zum ersten Mal meinen Fuß nach Uruguay setzte.

Es war ein Schritt der mein Leben grundsätzlich veränderte.

Ein Schritt in ein unbekanntes Land ohne zu wissen was wirklich kommt und wie es wird. Das Leben in einem anderen Land ist niemals mit dem Leben in der alten Heimat vergleichbar.

Du kommst als Fremder und bist ein Baby, denn Du weißt nichts.

Dies sollte jedem klar sein, der sich wirklich Gedanken über das Auswandern aus Deutschland macht.

Du musst all Deine lieb gewonnen Gewohnheiten über Bord werfen!

Du solltest ohne Vorurteile gegenüber Deinem Gastland sein und bereit sein die Menschen so zu akzeptieren wie sie sind. 

(Dies sollten sich mal all die zugereisten in Deutschland zu Herzen nehmen.)

Sie sind, dessen sei Dir sicher, anders als in Deutschland. Ganz anders als Du es gewohnt bist. Nicht nur in der Sprache, nein auch in ihrem Verhalten und Leben im Allgemeinen.

Es ist eine neue Welt die Du betrittst.

Du kommst aber nicht als Tourist, sondern hast vor auf Dauer in dem Land zu bleiben und zu leben. Deswegen musst Du Dich anpassen, denn anders als in Deutschland und Europa wird sich Dein Gastland nicht Dir und Deinen Gefühlen anpassen. Da musst Du durch.

Es gibt nur ein friss oder stirb.

Kein Auffanglager für gestrandete Auswanderer wird Dich aufnehmen. Schaffst Du es nicht aus freien und eigenen Stücken, so sei Dir gewiss, dass Du schneller wieder im Flieger nach Deutschland sitzt als Dir lieb ist. Selbst wenn es über die deutsche Botschaft finanziert wurde.

Doch wenn Du es schaffst Dich anzupassen, dann freue Dich auf ein freies Leben.

Ein Leben wie Du es von Deutschland her nicht kennst. Ein Leben wo sich Niemand um Dich kümmert, Dir Niemand sagt was Du zu tun und zu lassen hast. Ein Leben wo Du fast alles machen darfst solange Du nicht anderen damit Schaden zufügst.

Dies sollte eigentlich für uns Alle selbstverständlich sein.

Nach 5 Jahren denke ich von mir behaupten zu können, dass ich es geschafft habe. Ich habe mein zu Hause gefunden und verspüre kein Heimweh mehr nach Deutschland und schon gar nicht nach Europa.

Ich bin weg ohne zu wissen was einmal sein wird, wie ich mein Leben gestalten werde und wie ich von was lebe. Der Gedanke irgendwas kommt bestimmt und das Wissen oder Gefühl, dass mein Leben noch lange nicht vorbei ist hat mich damals fort getrieben. Was sollte mir schon passieren? Hätte ich es nicht geschafft wäre ich hier unter gegangen. Zumindest hätte ich dann noch etwas gesehen von der Welt. Doch mit viel Glück, ja auch das braucht der Mensch, Freunden und Hoffnung hat dann doch alles geklappt.

Deswegen hier mein Tipp für alle Zweifler:

Nur wer den Mut hat und wagt, der gewinnt. Gehe niemals halbherzig ans auswandern heran. Wer schon mit dem Gedanken weg geht, dass er immer wieder zurück kann, der wird nie erfolgreich auswandern. Dem wird es dann so ergehen wie denen welche als so genannte Auswanderer im TV gezeigt werden.

Für mich gilt nun der Spruch: Hier bin ich, hier bleib ich.

Keine zehn Pferde bekommen mich hier nochmal weg.

Liebe Grüße aus Uruguay

Uruguru

 

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Kommentare

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16 Replies to “Aus-wandern – Ankunft im neuen Land vor 5 Jahren!”

  1. ohnweg

    Ich bin vor 30 Jahren nach Paraguay ausgewandert und kann alles bestätigen. Ich hatte keine Sprachkenntnisse und relativ wenig Geld. So um die 10 000 Deutsche Mark. Zur Zeit bin ich umständehalber wieder in Deutschland, aber früher oder später gehe ich zurück. Die Früchte meiner Arbeit sind dort vorhanden. Real und anzufassen. Es war nicht leicht. Auf der anderen Seite möchte ich auch nicht abraten. Der Versuch ist es allemale wert. Mich hat meine Siedlernatur über Wasser gehalten. Ich konnte zeitweise ein sehr primitives Leben ohne weiteres durchstehen.

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  2. spöke

    (Dies sollten sich mal all die zugereisten in Deutschland zu Herzen nehmen.)

    Eher die Politiker die den Zustand ermöglichen!!

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  3. Magda Harker

    Das macht Mut.
    Ich kann ein bisschen Spanisch, bzw. bin generell schnell beim Sprachenlernen.
    Ich bin ja Armut gewohnt und brauche nicht viel, und ich träume davon, meine eigene kleine Landwirtschaft zu haben, Hühner und Milchkühe hätte ich gerne. Selbst was zu bauen schreckt mich auch nicht.
    Und meine Nähmaschine nehme ich auch mit.

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  4. Magda Harker

    Aja, und…
    Ich habe schon ein paar Mal Brot aus Roggen und Sauerteig gebacken, teilweise ist es mir auch gelungen. Vielleicht mache ich eine Deutschbrot-Bäckerei auf.

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  5. Magda Harker

    Wie war denn das genau vor fünf Jahren? Erzähl einmal!

    Wie bist du zu deiner jetzigen Wohnmöglichkeit gekommen? Was musstest du dafür tun?
    Wie hast du es geschafft, nachdem du nicht gewusst hast, was du futtern sollst, dann doch was zu bekommen? Hast du in der Zeit auf Geld gewartet, oder hat dir jemand geholfen?
    Welche Kontakte hattest du? Wer hat dir geholfen?
    Wo hast du am Anfang gewohnt?
    Wieviel Gepäck hattest du mit, und was war da drin?
    Warst du auch einmal das, was man bei uns obdachlos nennt?
    Kann man leicht irgendwo campen? Oder kommt dann die Polizei und verjagt einen? Oder wird man von Bären gefressen?
    Wie leicht ist es, Leute kennen zu lernen, die einen bei sich wohnen lassen? (Da kenne ich erstaunlicherweise hier einige.)
    Was hat man dir alles gestohlen? Wie wichtig war das? Inwieweit hat das ein Einwandern behindert?
    Welche Begegnungen hattest du mit Behörden? Was sagen die dazu, dass ein Deutscher in Uruguay lebt? Was ist dein offizieller Beruf? Was ist dein offizielles Einkommen? Machst du jedes Jahr eine Steuererklärung? Bist du uruguayischer Staatsbürger?
    Welche Gründe hattest du, dir die Rückkehr zu verschließen? Gab es einen bestimmten Anlass oder war das einfach so eines Tages? Wie genau hast du dir die Rückkehr verschlossen? Einfach nur ein Einweg-Ticket gekauft und kein Geld für den Rückflug gehabt?
    Hast du noch Kontakt zu deiner Familie? Hast du Kinder? Exfrauen? Geschwister? Sonstige Verwandte?
    Was hast du für einen Internetanschluss? Was hast du für einen Computer? Woher hast du den? Schon gehabt oder in Uruguay gekauft?

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