Auswandern! Aber nicht flüchten!

Hallo aus Uruguay,

ein heutiger Artikel behauptet die Deutschen würden flüchten und wenn sie denn nicht wissen wohin sie flüchten sollen, dann wäre Uruguay das gelobte Land dafür.

Dem widerspreche ich!

Flucht ist es nicht was Deutschland braucht.

Es wäre sogar fatal. Auch wenn ich selbst schreibe Rette sich wer kann, so ist das kein Aufruf zu flüchten und gar nach Uruguay auszuwandern.

Flüchten heißt man gibt sich geschlagen und ist nicht mehr bereit etwas zu ändern. Wenn dies jeder machen würde, wäre es das fatalste was Deutschland passieren könnte.

Auswandern sollte niemals flüchtend geschehen.

Das kann man niemandem raten.

Auswandern ist ein Schritt den man sich wirklich reiflich überlegen soll. Er erfordert einiges an Vorbereitung und eine reifliche Überlegung. IN meinem eigenen Fall waren es ca. 30 Jahre und einige Ansätze bis ich dann den endgültigen Entschluss gefasst hatte der dann allerdings für manche wieder wie eine Flucht aussah 🙂 als ich dann so mir nichts dir nichts auswanderte. Es wahr aber alles reiflich überlegt. Allenfalls ein Sprung ins eiskalte Wasser was aber jedes Auswandern darstellt.

Wer flüchtet macht Fehler. Fehler wiederum kosten Geld und Nerven.

Dazu kommt, dass Uruguay keine Flüchtlinge aufnimmt, es sei sie kommen eventuell aus Syrien und dies ist dann allenfalls eine humanitäre Maßnahme welche das Land und auch die Syrer schon reichlich Nerven gekostet haben.

Uruguay ist auch nicht für jeden Deutschen geeignet. Zu krass sind die Unterschiede. Es gibt sehr viele Deutsche die brauchen unbedingt ihre Führung und können ohne diese kaum in der uruguayischen Freiheit überleben. Hier kümmert sich nämlich niemand um Dich. Da kannst fast tun und lassen was Du willst, solange Du niemand Anderem irgendwelchen Schaden zufügst.

Fakt ist aber und in so fern gebe ich dem Artikelschreiber recht, noch nie war die Bereitschaft aus Deutschland auszuwandern so hoch wie im Moment. Aber eine Flucht? Dazu ist der normal Deutsche nun doch zu faul. Den kümmert es nicht wie es ein von mir sehr geschätzter Mann heute in seiner Neujahrsansprache so treffend zum Ausdruck brachte und welche ich jedem Leser im Anschluss an diesen Artikel ans Herz legen möchte.

Natürlich möchte ich den Artikel auch nicht ganz zerreißen. Er sagt sehr viel wahres über Uruguay aus. Da die wenigsten von Euch wissen wie es in Uruguay aussieht und so ist. erlaube ich mir dieses in Auszügen hier ebenfalls zu veröffentlichen.

strandbildLest also seine Meinung über Uruguay der ich somit zustimme.

Gerade wer persönlich und finanziell unabhängig ist und seine Sinne beisammen hat, macht sich nun auf die Socken. Und stellt schnell fest, dass die Welt klein geworden ist. Klein ist auch das Land, in das ich vor zehn Jahren als Reaktion auf den Euro-Irrsinn und die Einsetzung der Marionette Merkel ausgewandert bin.

Dort wird man nicht verhungern. Unzählige Rindviecher grasen, ohne Antibiotika und Hormoneinsatz, in der Pampa. Trinkwasser gibt es reichlich, die Einwohner sind friedfertig. Und Islamisten begegnen Ihnen hier auch nicht – in Uruguay.

Das zwischen den beiden großen Nachbarn Brasilien und Argentinien eingezwängte Land am Rio de la Plata ist kein Paradies (es wird gern gestreikt), bietet für Deutsche jedoch erstaunlich überzeugende Argumente als Fluchtpunkt vor der inländerfeindlichsten Regierung der Welt.

Besonders die geopolitische und strategische Lage Uruguays ist ausgezeichnet. Das Land befindet sich weit entfernt von den Kriegs- und Krisenherden dieser Welt. Hätten Sie gedacht, dass Uruguay sogar südlicher als Südafrika liegt? Sie sitzen zwar mindestens 15 Stunden – ohne Umsteigezeit – im Flieger, lassen dafür aber Kriegsgefahr, Terrorangst und Hundertschaften Atomkraftwerke in Europa und sonstwo in der nördlichen Hemisphäre hinter sich.

Die Uruguayer sind freundlich, friedfertig und taugen nicht zu Helden. Einzig Uruguay in Südamerika hat noch nie ein Nachbarland angegriffen. In Europa gilt dies nur für Irland, das zu sehr mit dem Widerstand gegen die rücksichtslose Unterdrückung durch England beschäftigt war.

Das eher flache und mit 176 000 Quadratkilometern kleinste Land Südamerikas weist keine Umweltgefahren auf – ganz im Gegensatz zu den meisten Nachbarländern, etwa Chile mit seinen vielen Vulkanen. Rund 500 Kilometer Strände allein am Atlantik locken in Uruguay Touristen und Einheimische an. Wer im März – dem aus meiner Sicht besten Reisemonat – das Land besucht, hat diese Strände zum Ausklang des Sommers oft für sich allein. Es ist dann warm, aber nicht zu heiß, die Touristen sind weg und mit ihnen auch die überhöhten Preise.

Apropos Preise: Die »Schweiz Südamerikas« ist alles andere als billig. Der Uruguayische Peso ist die heimische Währung. Vieles wird jedoch in US-Dollar gehandelt, besonders Immobilien oder Autos (100 Prozent Einfuhrzoll auf europäische Vehikel). Ein Euro entspricht aktuell rund 31 Peso, die Spanne betrug in den letzten sechs Jahren 33 bis 23 (in der Euro-Krise). Die Teuerung beläuft sich aktuell auf 9,2 Prozent, was zuerst einmal abschreckt.

Jedoch ist die Berechnung nicht wie bei uns geschönt, und man kann sogar sparen. Denn einmonatige Staatspapiere, die so genannten »Letras«, verzinsen sich mit knapp 13 Prozent p.a. Man erhält also real – nach Abzug der Teuerung – einen Zins von rund 3,5 Prozent und wird nicht wie mit deutschen Zinspapieren laufend enteignet.

In Uruguay finden auf Sicherheit bedachte Anleger auch eine Bank mit über 100-jähriger Tradition, die nicht pleitegehen kann, weil sie nur Kommissionsgeschäft betreibt und keine Risiken (wie etwa Derivate oder Eigenhandel) eingeht.

Der Wohlfahrtsstaat leistet sich eine Verschuldung von 62 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Arbeitslosenquote beträgt nach Angaben vom März 7,3 Prozent, das BIP 16 882 US-Dollar/Einwohner (2014). Zur Umsatzsteuer von 22 Prozent gesellt sich eine Vermögenssteuer zwischen 0,7 Prozent und 1,1 Prozent. Neuankömmlinge müssen die ersten fünf Jahre jedoch keine Steuern auf Vermögen und Einkommen aus dem Ausland zahlen. Danach sind die Steuern niedrig: Zwölf Prozent auf Zinsen und Dividenden. Es gibt Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und anderen Ländern.

Wer in Uruguay unternehmerisch tätig werden/arbeiten will, hat in den Bereichen Windenergie (Nordex) und Photovoltaik sowie Logistik (Hamburg-Süd) beste Karten. Diese Sektoren werden stark ausgebaut und steuerlich gefördert (bis zu 90 Prozent). Mit seiner herausragenden IT-Infrastruktur ist Uruguay besonders ein Top-Standort für Experten in diesem Bereich.

In Uruguay gibt es im südamerikanischen Vergleich kaum Korruption, die Rechtssicherheit ist herausragend. Ausländer können Boden erwerben, das Verfahren ist ähnlich wie in Deutschland – mit Grundbuchamt. Es existiert ein Rentenabkommen mit europäischen Ländern zur Anerkennung von Rentenjahren.

Die »Urus« essen ausgiebig ihr eigenes Fleisch und sind weltweit beim Fleischkonsum pro Kopf das führende Land. Viehzucht ist eine gute Investitionsmöglichkeit, um die Inflation zu schlagen und sich außerhalb des Papiergeldsystems zu bewegen.

Besonders angenehm an Uruguay ist die mit 19,5 Einwohnern pro Quadratkilometer niedrigste Bevölkerungsdichte Lateinamerikas. Man hat also Platz. 40 Prozent der Einwohner leben in der Hauptstadt Montevideo. Die 3,4 Millionen Uruguayer – viele jung und zu dick – sind meist spanischstämmig.

Die einheimischen Charrúas wurden fast ausgerottet, nachdem die Spanier das Land im 16. Jahrhundert eroberten. Einwanderer waren immer willkommen, viele kamen aus Italien, der Schweiz, Frankreich. Vereinsamen werden Sie nicht. Es gibt über 40 000 Deutschstämmige, mehrere deutsche Klubs, deutsche Mennoniten, die eigene Kolonien gegründet haben. Das Goethe-Institut wird stark frequentiert, es gibt eine deutsche Schule mit gutem Ruf.

Es herrschen in diesem kleinen Land demokratische Gepflogenheiten, die man in Deutschland vergeblich sucht, nämlich Volksabstimmungen bei wichtigen Fragen. So entschied das Volk, dass etwa Wasser und Strom im Staatsbesitz verbleiben. Deshalb blitzte auch George W. Bush ab, der sich in seiner Amtszeit als US-Präsident große Teile der uruguayischen Wasserbestände unter den Nagel reißen wollte.

Es kann Ihnen in Uruguay aber passieren, das solche Politganoven Ihre Wege kreuzen. Aber nur – bevorzugt im Januar – in Punta del Este, dem international bekannten Nobel-Seebad. So erging es mir 2008 mit einem ausrangierten Pfarrer und Behördenleiter, der heute als scheinheiliger Kriegshetzer im Schloss Bellevue Bundespräsident spielt und keine Gelegenheit auslässt, deutsche Schuld zu beschwören. Selbst lässt es sich der oberste aller Moralisierer aber gern gutgehen.

Wo will man sonst hin? In Asien rumort es, und der legale Daueraufenthalt ist schwer bis unmöglich. Auch in Brasilien kommen Sie nicht dauerhaft rein. Europa kann man leider vergessen; das Abendland schafft sich gerade ab, und die Untertanen können sich nur »Gute Nacht« zurufen. Kanada agiert an allen Kriegsschauplätzen als Dackel an der Seite der US-Aggressoren. Panama liegt zu nahe an »God’s own country« und ist zudem zu kriminell.

Erst recht gefährlich leben Sie in Paraguay, am bemerkenswertesten und extrem sind dort die Hitze und die Korruption. Uruguay ist viel teurer als Paraguay, dafür finden Sie hier nicht nur Hunderte Kilometer Strände. Teuer überleben oder günstig ableben? Immerhin freuen sich bei Auswanderern nach Paraguay rascher die Erben.

Jetzt kommen Sie in Länder wie Uruguay noch hinein und können die Aufenthaltsgenehmigung erlangen, wobei es auch hier schon Verschärfungen gibt. Dies wird schwieriger, weil sich Unfrieden in der Welt ausbreitet und in der Folge die Abschottung der Staaten.

Danke an Christian Wolf der so wie ich die Geschehnisse in Deutschland und Europa von einem anderen Kontinent aus betrachtet.

Liebe Grüße aus Uruguay

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20 thoughts on “Auswandern! Aber nicht flüchten!

  1. Mulo Mulinski

    o erging es mir 2008 mit einem ausrangierten Pfarrer und Behördenleiter, der heute als scheinheiliger Kriegshetzer im Schloss Bellevue Bundespräsident spielt und keine Gelegenheit auslässt, deutsche Schuld zu beschwören.
    Igitt, hat sich der Gauckler schon bis nach Urugauy vorgetraut.

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  2. Susanne

    Hallo Peter,
    danke für deine starke Seite.
    Das hilft mir wirklich weiter….
    Hoffentlich schaffen wir es noch rechtzeitig alles vorzubereiten für unsere Ausreise………. LG Susanne

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