Auswandern nach Teneriffa

Vorbereitung ist alles…

Teneriffa ist bei deutschen Auswanderern sehr beliebt, allerdings reisen viele derer, die auf der Insel des ewigen Frühlings ein neues Leben beginnen wollen, irgendwann wieder ab. Der Grund ist, dass es in vielen Fällen schlicht an der grundlegenden Einstellung fehlt und die in Deutschland gemachten Pläne dann einfach nicht klappen wollen. Vorbereitung ist das A und O. Und das Bewusstsein, dass für jede Planung unerwartete Stolpersteine kommen können, mit denen man einfach nicht gerechnet hat. Daher ist es hilfreich, nicht einfach nur zu Hause zu planen, sondern vor Ort die Lage zu checken und die Weichen zu stellen.

Unter den Canarios Leben

Um einen echten Eindruck zu gewinnen reicht es nicht, einen Pauschalurlaub zu buchen und sich durchzufragen. Man sollte sich vor dem Auswandern wirklich eine Ferienwohnung auf Teneriffa mieten, um Land und Leute kennen zu lernen und erste Kontakte, nicht nur nur unter den ansässigen Deutschen, sondern eben auch bei den Canarios zu knüpfen. Dies bringt einen echten Einblick in die Lebenseinstellung und man kann anfangen Spanisch zu lernen. Die Einheimischen können in vielen Bereichen einfach besser helfen, als es die Deutschen können. So spart man sich in vielen Fällen eine Menge Geld, denn die hilfsbereiten Canarios ersparen einem oftmals den Gang zur nächsten Gestoría, die zwar Behördengänge abnehmen können, dafür aber auch eine Menge Geld wollen.

Zu den Behörden muss gesagt werden, dass diese hin und wieder recht verwirrend sind, da sie nicht annähernd so gut organisiert sind, wie man es aus der Heimat her kennt. Bearbeitungszeiten sind eher grobe Schätzungen und es braucht schon ein wenig Geduld, um ans Ziel zu kommen.

Wichtig: Informationen über Schulwesen, Gesundheitswesen und soziale Absicherung sollten vorher eingeholt werden. Luxus wie Kindergeld oder Sozialhilfe gibt es nicht und wer arbeitslos wird, hat nicht viel Zeit sich zu melden, sonst gibt es kein Geld.

Wer einen Probelauf in einer Ferienwohung auf Teneriffa macht, der lernt auch die Einkaufspreise kennen, da er eben nicht All-Inklusive im Hotel sitzt, sondern sich selbst versorgt. Gleiches gilt für die Gänge zu Apotheken etc., so dass schon Mal das „Was finde ich wo?“ geklärt ist, denn die solche Objekte liegen nun Mal nicht im Kern der Tourismushochburgen.

Ferienhäuser auf Teneriffa

Ferienhäuser auf Teneriffa

Dazu sein auch gesagt, dass jeder, der seine Auswanderung knapp kalkulieren muss, sich von den Tourismuszentren fern halten sollte, da die Mietpreise deutlich höher sind.

Nehmen wir dazu Puerto de la Cruz und La Orotava im Norden von Teneriffa ein Mal als Beispiel:

Während in Orotava ein Reihenhaus mit Garage bei guten Konditionen bereits ab 500 Euro zu bekommen ist und mit dem Bus nur 10 Minuten von Puerto de la Cruz entfernt liegt, bekommt man im Tourismuszentrum Puerto de la Cruz für den gleichen Preis nur eine Wohnung. Und auch bei der Wohnungssuche hat eine Ferienwohnung auf Teneriffa einen Vorteil: Während des Aufenthalts sollten schlicht die Augen aufgehalten werden, denn oftmals stehen in Mietobjekten Schilder mit der Aufschrift „Aquilar“ und zeigen, dass es frei steht und zu mieten ist. Wer über den Makler geht, zahlt zwei Monatsmieten drauf, wobei eine als Kaution gilt, die Zweite an den Makler geht. Auch über solche Dinge klären einen die Canarios gerne auf, wenn man die ersten Freundschaften schließt. Und oftmals wissen die sogar von Freunden oder Bekannten, die gerade eine Wohnung oder ein Haus zu vermieten haben.

Es reicht einfach nicht, in den Urlaub zu fliegen zu schauen und das Auswandern zu beschließen. Wer wirklich Auswandern will, sollte sich gründlich drauf vorbereiten.

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