Auswandern nach Uruguay?

uyHallo aus Uruguay,

nach den Mails die mich in den letzten Tagen erreichen, teilweise mit falscher Emailadresse welche als unzustellbar zurück kommt, scheint es mir in Deutschland wohl eine große Aufbruchstimmung zu geben.

Aus diesem Grund möchte ich nochmals ein wenig auf mein neues Heimatland Uruguay, in dem ich mich sehr wohl und absolut sicher fühle, zurück kommen.

Uruguay, kaum jemand kennt es. Die Wenigsten wissen wo es überhaupt liegt. Und wenn es doch jemand gedanklich nach Südamerika zuordnet muss er es doch noch auf der Landkarte suchen 🙂

Uruguay ist ein kleines Land und hier leben im ganzen Land weniger Einwohner als alleine in Berlin. Die Flüchtlinge habe ich nicht mit dazu gerechnet.

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Hier liegt Uruguay

Uruguay packt also mit Ach und Krach gerade mal 3,3 Millionen Einwohner und das auf einer Fläche die halb so groß ist wie die von Deutschland.

Uruguay hat so wie Deutschland ein gemäßigtes Klima. Im Süden an der Küste etwas frischer als im Norden wo es schon fast tropisch werden kann. Schnee ist in Uruguay zwar bekannt aber recht unwahrscheinlich.

Uruguay hat ein funktionierendes politisches System. Wenn es eine Demokratie gibt dann ist diese in Uruguay wohl am weitesten fortgeschritten. Das kommt daher, dass in Uruguay WAHLPFLICHT herrscht. Wer nicht wählen geht wird zur Kasse gebeten.

Uruguay ist so denke ich noch eines der wenigen Länder in dem dem Staat so ziemlich alles gehört und von ihm auch geregelt wird. Strom, Wasser, Gas Telefon und auch der Sprit, alles ist in staatlicher Hand.

Ja selbst das Bankensystem! Die Banco Republica ist die eigentliche Staatsbank. Wobei die uruguayische Zentralbank wiederum zur Rothschild Mafia gehört und an den IWF angeschlossen ist. Dadurch zählt in Uruguay leider auch noch der Dollar als übergeordnetes Zahlungsmittel.

Wer also sein Geld bei der Staatsbank anlegt sollte sich eigentlich sicher fühlen können.

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, wie man in Uruguay sein Geld verdienen kann und ob es denn einfach wäre eine Arbeit zu finden.

Hier kann ich wie immer nur sagen, dass es auch hier in Uruguay nicht genug Arbeit für alle Arbeitswilligen gibt. Man muss also schon eigene Ideen mit sich bringen um in Uruguay sein Geld zu verdienen.

Es wäre noch zu erwähnen, dass Uruguay ein typisches Einwanderungsland ist.

Es sollte aber niemand denken, dass ihm in Uruguay die gebratenen Tauben in den Mund fliegen auch fließt in Uruguay Wasser statt Honig aus den Leitungen. Ein ganz normales Leben eben.

Doch was unterscheidet Uruguay von Deutschland?

Es ist die Freiheit in der man in Uruguay leben kann. Niemand kommt und belästigt einen mit irgendwelchem bürokratischen Schwachsinn der gerade in Deutschland und Europa seltsame Blüten trägt.

Uruguays Lebenshaltungskosten!

Da Uruguay in den Monaten vom Dezember bis März ein absolutes Urlaubsland für Argentinier und Brasileros darstellt ist die Küstenregion am Rio de la Plata und auch am Atlantik gerade in dieser Zeit teilweise schon sehr überlaufen. Dadurch, hier funktioniert noch Angebot und Nachfrage, steigen gerade in dieser Zeit die Preise unnatürlich an. Die Stadt Punta del este, welche an der Mündung vom Rio de la Plata in den Atlantik liegt, gilt als das Nizza von Südamerika. Dort treffen sich gerade in der Zeit um Weihnachten und Sylvester die Reichen und  schön gemachten aus aller Herren Länder. Der kleine Flughafen an dem im ganzen Jahr kaum Flugzeuge zu sehen sind, platzt dann schier aus den Nähten. Er ist dann voll geparkt mit diversen Privatmaschinen. Im Hafen selbst liegen die dicksten Boote und vorgelagert sieht man täglich das eine Eine oder Andere Kreuzfahrschiff welche sein Touristenmassen in die Stadt ergießt.

Punta del Este

Punta del Este

Wer also nicht mit dem Tourismus zu tun hat, der meidet die Stadt und auch die Küstenregion eben genau in diesen 3 Monaten.

Außerhalb dieser Zeit liegen die Preise in Uruguay ungefähr auf deutschem Level. Natürlich ist es in der Hauptstadt Montevideo billiger als im Land selbst, da ja alles was man im Land einkauft eben von Montevideo heran gekarrt werden muss.

Wer aber mit etwas Hirn und Verstand einkaufen geht, auf Dinge verzichtet die er aus Deutschland gewohnt ist und nicht die Dinge der auch hier vertretenen Marktführer wie Nestle und Coca Cola oder Pepsico kauft, der kann tatsächlich noch etwas günstiger einkaufen als in Deutschland.

Energie ist in Uruguay um einiges billiger als in Deutschland, so liegt der KW Preis bei ca. 15cent in der mittleren Verbrauchsstufe. Im Gegensatz zu Deutschland steigt mit dem Mehrverbrauch auch der Preis.

Wasserpreise kann ich leider nicht beurteilen da ich über meine eigenes Wasser verfüge.

Telefon und Internet bewegt sich ungefähr auf dem deutschen Level.

Die Spritpreise sind, da sollte sich Uruguay wirklich schämen, teilweise höher als in Deutschland. Es sind zumindest für Südamerika die höchsten. Wahrscheinlich sogar für die ganze Welt.

Überhaupt ist das Autofahren in Uruguay ein teurer Spaß. Nicht nur das mit 22% Märchensteuer ein Haufen an den Staat zu entrichten ist, so kommt in Uruguay noch eine Einfuhrsteuer von 60% auf alle nicht in Uruguay hergestellten Waren drauf.

Gerade hier in diesem Bereich gehört Uruguay verbessert! Es steht sich damit buchstäblich selbst im Weg.

Was bitte könnte man alles im Land machen, produzieren verbessern wenn es diese 60%ige Hemmschwelle nicht gäbe.

Nun ja alles hat sein Vor und eben auch Nachteile.

Noch etwas zum Gesundheitssystem.

In Uruguay gibt es einige private Krankenversicherungen. Diese kosten monatlich weit weniger als die in Deutschland. Für die Einheimischen gibt es sogar eine kostenlose Basis Krankenversorgung, da sich nur die wenigsten Uruguayer eine Krankenversicherung leisten können.  Die Ärzte in Uruguay stehen den europäischen in Nichts nach.

Auch das Schulsystem macht durch einige ganz besondere Dinge auf sich aufmerksam:

Es gibt Schuluniformen und jeder Schüler bekommt vom Staat seinen eigenen Tablet Computer mit Linux zur Verfügung gestellt.

Gleiches gilt übrigens auch für Senioren welche in Uruguay einen besonderen Staus erlangen und so gefördert werden.

So, dieses war mal ganz allgemein etwas zum schönen Uruguay.

Wer Fragen hat, der darf sich gerne an mich wenden. Wer Einwandern möchte dem kann ich dann an eine mit mir befreundete Agentur weiter empfehlen welche sich eben genau auf die Einwanderung von Deutschen spezialisiert hat und eben dadurch die besten Kniffe kennt. Durch ein angeschlossenes deutschsprachiges Notariat wurden bisher wohl alle Fälle problemlos abgewickelt.

Wie immer noch von mir die kleinen Tipps:

Keine Angst vorm Auswandern, denn der Weg findet sich beim gehen. Man muss aber erst einmal los gehen.

Und wer es wirklich wagen möchte, dem sein auch jetzt nochmals ans Herz gelegt: Es dauert sein Zeit bis man sich eingelebt hat. Man sollte also wenn man auswandert genug Luft einplanen, daß man mindestens 1-2 Jahre  auch ohne wesentliche Einnahmen überbrücken kann. Dies gilt nicht nur für Uruguay!

Das allerwichtigste zum Schluss!

Integration ist nur in Deutschland ein Fremdwort. In Uruguay wird dieses zur Notwendigkeit. Wer nicht bereit ist sich zu integrieren, der bleibt am Besten dort wo er herkommt.

Warum das so ist? Nun warum wollt ihr auswandern?

Liebe Grüße aus Uruguay

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46 thoughts on “Auswandern nach Uruguay?

  1. Pingback: Die Kraft unserer Gedanken! › Blogpositiv

    1. Uruguru Post author

      Müssen tut niemand etwas! Allerdings wird man ohne die Sprache nicht sehr weit kommen. Es ist in Uruguay nicht so wie in Deutschland, dass jeder daher gelaufene eine übersetzung in seiner Sprache erhält.
      Übrigens die Landessprache ist Spanisch und nicht Uruguayisch 😀

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        1. Uruguru Post author

          Das kommt auf die eigenen Ansprüche drauf an. Ich würde sagen ja. Andere sagen Nein! Wenn man davon noch Miete usw. bezahlen soll wird es eng.

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  2. Pingback: Auswandern heißt Umdenken! › Auswandern?

  3. Daniela

    Hallo Peter,
    ich weiß nicht, wie ich auf diese Seite gekommen bin,
    aber ich habe erst mal geguckt, wo das Land liegt.
    Hmm, wie lange bist du schon dort? Und…… hast du
    nie Heinweh???

    Reply
  4. DanielaDaSDniela

    Ha und noch etwas interessiert mich:
    Bist du ganz allein ausgewandert, und was
    war dein Antrieb, was wolltest dz hinter dir lassen,
    und wie sieht dein Tag heute so aus?

    Reply
  5. marion

    Hallo,auch ich hab mich in dieses Land verliebt……D ist nicht mehr mein Land………hab ich in Montevideo und Umgebung Chancen als Krankenschwester oder Altenpflegerin…….bin schon 52

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  6. Pingback: Entsorgung auf die Straße! › BRD

  7. ToKerstin und TorstenrstenTT

    Hallo und guten Tag,
    wir möchten uns gern das Land über Weihnachten/ Silvester ansehen. Auf Grund der politischen Situation in D denken wir darüber nach auszuwandern. Wir würden uns freuen, wenn wir in Kontakt bleiben und die Möglichkeit hätten, mit den Erfahrenen ein kleines Treffen vereinbaren zu können.
    Liebe Grüße aus Brandenburg,
    Kerstein und Torsten

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    1. ToKerstin und TorstenrstenTT

      leider kann man nix in die unteren Felder eintragen.
      Daher die Mailadresse>:chris@stl-logistics.de

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