Auswandern ohne Fremdsprache geht nicht!

Lerne Deine Sprache!

Lerne Deine Sprache!

Hallo aus Uruguay,

Der Satz stimmt, ohne eine fremde Sprache zu lernen kann man nicht auswandern.

Selbst ist den deutschsprachigen Nachbarländern, Schweiz und Österreich muss man dazu lernen, wo bei es dort wohl einfacher geht als in anderen Ländern.

Allerdings zählt ein Umzug in die genannten Länder oder auch sonst wo innerhalb der EU für einen echten Auswanderer nicht als Auswandern, denn dort herrschen ähnliche schlechte Lebensbedingungen wegen denen man ja schließlich auswandert.

Nun ist es egal wohin man geht. Deutsch wird zwar überall irgendwo gesprochen, denn Deutsche sind einfach überall zu finden, doch mit Deutsch kommt man nicht sehr weit. Englisch, wir alle lernten es mehr oder weniger in der Schule, ist womöglich ein Rettungsanker  im täglichen Leben wenn man mal eine Auskunft benötigt oder etwas kaufen möchte. Doch in den seltensten Fällen ist Englisch auch die Amtssprache wenn es sich beim Wunschland nicht gerade um die USA oder eine ehemaligen Kolonie der englischen Krone handelt.

Fakt ist also, wir müssen die Sprache lernen. Kein Weg führt daran vorbei.

Wie geht das am einfachsten?

Wer so wie ich, in der Schule keinen Bock zum lernen hatte, der lernt es eben im Leben. Englisch braucht ich ganz plötzlich weil ich beruflich sehr viel mit den Amerikanern zu tun bekam. Also lernte ich ganz schnell das wesentliche dieser Sprache. Dies im Alltag und somit besser als in jeder Schule.

Dann fuhr ich plötzlich über viele Jahre jede Woche nach Spanien. Dort konnte ich mit meinem gelernten Englisch nichts anfangen. Also lernte ich meine ersten spanischen Wörter und fing an an der Sprache Spaß zu finden. In Spanien selbst suchte ich als junger, meist alleinstehender, Mann natürlich den Kontakt zu heißen Señoritas. So lernte ich quasi im Schlaf das wichtigste der spanischen Sprache.

Und hier mein Tipp für alle alleinstehenden.

Sucht Euch vorher schon den Partner Eures Traumlandes und lernt so dessen Sprache. Es ist die beste Vorbereitung, kostet nichts und macht auch noch Spaß.

Hier eine kleine Geschichte die jemand passend dazu schrieb:

Dies ist die Geschichte, wie ich die Muttersprache
meiner Frau fließend sprechen lernte – und wie auch
Sie die Sprache Ihres Partner oder Ihrer Partnerin
fließend lernen können:

Meine Frau lebt schon viele Jahre in Deutschland,
unsere Verständigungssprache war von Anfang an Deutsch.

„Lass uns doch mal Französisch sprechen“, schlug sie mir
immer wieder vor, aber nach einigen Sätzen wechselten
wir ganz automatisch immer wieder ins Deutsche –
das ging einfach schneller.

Eines Abends beschlossen wir mal wieder,
„von nun an ab und zu Französisch zu sprechen“,
doch uns war klar, dass dies nur eine Absichtserklärung war.

Unsere Idee

Da hatten wir eine Idee: Wir würden ab sofort ausschließlich
Französisch miteinander reden, wenn wir zu zweit wären.
Ohne Ausnahme. Wenn mir ein Wort nicht einfiele, dürfte
ich allerdings jederzeit nachfragen.

Um dies einzuhalten, beschlossen wir, kleine „Strafen“
einzuführen, wenn einer von uns auf Deutsch anfing zu sprechen.
Die Strafen durften maximal fünf Minuten lang sein –
z.B. die Spülmaschine ausräumen oder den Tisch decken.
In den ersten beiden Wochen musste ich häufig die Spülmaschine
ausräumen. Aber auch meine Frau fing noch häufig mit Deutsch an –
für sie war dies nach vielen Jahren die normale Umgangssprache
geworden.

Nach etwa zwei Monaten wurde Französisch aber automatisch
zur alleinigen Verständigungssprache zwischen uns.

Ich lernte nebenbei noch französischen Vokabeln, die mir fehlten
und baute meinen Wortschatz konsequent auf circa 5000 Wörter aus –
ganz ohne Vokabellernen ging es leider nicht.

Rückblickend kann ich sagen: Die ersten vier Wochen waren
manchmal etwas schwierig. Gerade Situationen, in denen man dem
anderen gerne schnell etwas mitteilen wollte, erforderten
Durchhaltevermögen.

Seit geraumer Zeit können wir uns aber nun genauso schnell
auf Deutsch wie auf Französisch unterhalten.

Da sieht man, dass man auch spielerisch ganz einfach seine neue Sprache lernen kann.

Als Paar kann man sich dann richtig schön gegenseitig unterstützen!

Seit auch ich eine Südamerikanerin als Partnerin habe, die natürlich kein Wort Deutsch spricht, lerne ich nun endlich auch die Feinheiten der spanischen Sprache. Es fällt mir jeden Tag ein wenig mehr auf wie diese schöne Sprache für mich immer mehr zur Normalität wird und wie ich immer mehr Vokabeln nutze von deren Existenz ich vorher keine Ahnung hatte.

Dies geht ganz ohne einen schulischen Sprachkurs, einfach im Alltag.

Wichtig, denke ich, ist für Jeden, keine Angst davor zu haben, dass man sich blamiert.

Jeder Einheimische freut sich unheimlich, wenn Auswanderer zumindest versuchen sich in der Landessprache zu unterhalten. Ist dies doch schon alleine ein Zeichen von Respekt gegenüber dem Wunschland und deren Einwohner.

Wichtig ist aber auch, dass man egal wohin man reist, die ist mir bei all meinen vielen Fahrten mit dem LKW durch fast ganz Europa klar geworden, dass Du bekommst was Du möchtest. Dazu reichen auch Hände und Füße in Verbindung mit einem Kauderwelsch aus allem was man beherrscht. Es klingt zwar scheußlich aber der Zweck heiligt die Mittel.

Wenn man dann vielleicht auch mal dadurch in eine peinliche Situation rutscht, ist das dann wieder der richtige Ansporn dazu eben mehr zu lernen, damit so etwas nicht wieder passiert.

Ich wünsche viel Spaß beim lernen.

Liebe Grüße aus Uruguay

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