Auswanderung nach Frankreich!

Die Geschichte einer Auswanderung!

Das Abenteuer einer Auswanderung nach Frankreich!

Vor vielen Jahren war Frankreich noch ein sehr beliebtes Ziel zum Auswandern da es damals noch nicht die EU gab.

Astrid NaudinMayer erzählt uns heute wie ihr damalige Auswanderung von statten ging.

Vorbereitung:

Wir sind uns hier oft nicht einig, vorbereiten oder nicht? Bon, habe mein Auswandern nach Südfrankreich in knapp 5 Monaten auf die Beine gestellt. Eigentlich hatte ich Rom schon immer im Auge, was meine 2. Heimat war. Aber es kommt oft anders als man denkt: habe in D einen Franzosen geheiratet, mit dem ich englisch sprach, ich konnte nur Küchenfranzösisch + er kaum deutsch, LoL « hallo das Durcheinander ».

Ich war mit meinen 34 Jahren sehr aktiv, seit meinem 23 . selbstständig, Mutter von 2 Kindern + das 3. unterwegs. Es kam also überhaupt nicht für mich in Frage mir in der neuen Heimat den Bauchnabel zu bräunen, ich wollte eine Aufgabe, ich wollte arbeiten. Mit einem SprachschnellKurs bei Berlitz in Nizza dürfte mein Handicap franz. zu sprechen ebenso rapid gelöst sein.

Habe mich also in dem kleinen Bergdorf Châteaudouble als Geschäftsführer für ein Hotel-/Restauration beworben, ein kleines Dorfschlösschen, das von der Gemeinde angeboten wurde. Es sollte renoviert werden (1000 Jahre alt). Genau das Richtige für mich, Ärmel hochkrempeln + aufbauen. Noch dazu hatte ich auch eine solide Ausbildung als Hotelkauffrau, die dabei behilflich war. Bin ebenso leidenschaftliche Köchin + verhätschle zu gern andere … Die Verträge wurden gefaxt, alles in Butter.

Wir hatten eine alte Bastide, vorläufig zur Miete aber mit Kaufwillen, gefunden. Eine « Ferme », also mit 7 Hektar Weinbergen, Obstbäumen, ArtischockenAnbau + jede Menge Flächen zur Tierhaltung. Ich bin im 8. Monat einmal dort hin, um mir alles vor Ort anzuschauen + die 1. Maler/Renovierungsarbeiten in unserem zukünftigen Haus auf den Weg zu bringen. Zudem wollte ich warten, dass mein Baby 3 Monate alt war, um das Abenteuer zu beginnen.

Das begann dann auch … 2 Tage hinter oder vor dem UmzugsLaster, Zwischenstop in Italien (für die Kinder) und endlich ankommen auf dem Dorfplatz von Châteaudouble. Da sassen wir dann fest, denn der Weg über 2 Kilometer zu unserem Haus, war für den Laster nicht befahrbar … LoL

Hatte gar nicht dran gedacht das auszumessen (es fehlte wirklich nicht viel …)! Wir hatten aber Glück im Unglück. Die Solidarität meinem Franzosenmann gegenüber war so gross, dass wir auf dem Dorfplatz abladen konnten + vorhandene Jäger (so ziemlich jeder im Dorf war einer) mit ihren Klapperkisten unsere Habseligkeiten über Land fuhren

… Das hatte schon was!

Einmal am Haus angekommen, freudige Überraschung, die Malerarbeiten hatten zwar begonnen aber es war noch ein weiter Weg zur Fertigstellung, es war eine Baustelle! Wir mussten also unser Hab + Gut an der frischen Luft auf der Terrasse stapeln + abdecken, in der Hoffnung keinen Regen oder Diebstahl in den nächsten Tagen zu erleben … LoL Einfach unglaublich!

Wir fanden einen provisorischen Unterschlupf, zu 5. in einem Zimmer + auf dem Boden schlafend. Das ging 2 Wochen so, mein Baby ständig umgebunden, die beiden Grösseren fanden das ganz toll (4+7). Ich kann Euch gar nicht sagen, wie ich mich dabei gefühlt habe … tief Luft holen + durch! Nach diesen 14 Tagen hab ich einfach die Kinder geschnappt + bin in unser neues Zuhause. Den Pinsel kann ich selber schwingen + der Rest findet sich. Ich brauchte einfach diese Intimität, ein Glas Rosé auf der Terrasse + unserer neues Leben erfinden …

Die 2. und nicht unerhebliche Überraschung war, trotz aller Organisation + unterschriebenen Verträgen, auch « mein zukünftiges « tägliches Brot » war nicht mal annähernd in Angriff genommen worden, was von der Gemeinde ausging, es war überhaupt nicht dran zu denken in nächster Zeit zu eröffnen … eh BÄNG!

Das war mein 1. Kulturschock mit den Franzosen: Komm ich heut nicht, komm ich « vielleicht » morgen …. Verträge … Verantwortung … Timing … LoL Als Deutsche steckte mir das doch in den Knochen! Ich lese hier oft, dass innerhalb der EU dies « nur » ein Umzug sei …. LoL In Deutschland umzuziehen ist oft auch schon mal was, das gehen die Meinungen auch schon auseinander. Ein Bayer (wie ich einer bin) in Norddeutschland + eine Kluft! Allerdings nach Frankreich, noch dazu Süden, mehrere Jahrzehnte Rückstand (nach deutscher ZeitRechnung), eine völlig andere Kultur + natürlich Sprache, in einer Zeit ohne Handy, ohne Computer/Internet + ohne eine beständige Telefonleitung in einem klitzekleinen Dorf, im tiefsten französischen Busch LoL
Na, Madame est servie …. da stand ich nun, mit meinen Kücken, no where to go, von wegen mit einem Glas Rosé auf der Terrasse mein neues Leben zu erfinden … da hab ich mir erst mal einige hinter die Binde geschüttet … + in ganzen 2 Tagen einen neuen GeneralstabsPlan auf die Beine gestellt …
FORTSETZUNG FOLGT … hehe
Astrid NaudinMayer

Herzlichen Dank liebe Astrid, wir warten gespannt auf den zweiten Teil deiner Geschichte.

Möchtest auch Du die Geschichte Deiner Auswanderung hier lesen, dann melde dich einfach!

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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2 thoughts on “Auswanderung nach Frankreich!

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