Inverser Kulturschock

Wen man nach Deutschland zurück kommt.

Gestern wurde dem Uru Guru eine Mail zugestellt welche absolutes Wasser auf die Mühlen liefert.

Der Name wird nicht genannt, aber ein deutscher war in Südamerika und hat über seine Eindrücke berichtet die hier mal ungekürzt veröffentlichte werden.

Südamerika

Südamerika

Inverser Kulturschock

Bevor ich wieder eingehender über die Märkte schreibe, muss ich mich zunächst noch etwas weiter einarbeiten. Angesichts der Fülle der Ereignisse gibt es doch einen erheblichen Informationsstau. Deswegen möchte ich heute auf ein anderes Thema zu sprechen kommen:

Ich bin an diesem Wochenende aus Südamerika zurückgekommen. Dort habe ich sowohl Argentinien als auch Uruguay bereist und bin durch viele, zum Teil auch abgelegene, Gegenden gefahren – wohlhabende, aber auch sehr arme. Dank meiner perfekt spanisch sprechenden Begleitung habe ich  viele Kontakte mit Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten gehabt. Normalerweise sagt man, dass man einen Kulturschock bekommt, wenn man aus dem reichen Westen in diese Länder fährt. Irgendwie war es bei mir genau anders herum. Ich erlebte den Kulturschock, als ich wieder zurück nach Deutschland kam.

Genau diese Gefühl kann vom Uru Guru nur bestätigt werden. So erging es ihm auch immer wieder wenn er auch nur aus dem angrenzenden Ausland nach Deutschland einreiste um “nach Hause” zu kommen.

Aber es geht ja noch weiter!

Gaucho Uruguay

Gaucho Uruguay

Unglaubliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft

Mir ist zunächst diese unglaubliche Freundlichkeit der Menschen in Südamerika aufgefallen. Egal wen man fragte, jeder war im höchsten Maße bemüht zu helfen. Und es schien nahezu unerheblich, wie viel Zeit diese Hilfe in Anspruch genommen hat. Die Menschen waren interessiert, hilfsbereit und nahmen sich Zeit dafür. Zeit, die hier in Europa fast niemand mehr hat.

Auch diese Eindrücken kann man nur bestätigen, es macht das Leben hier so lebenswert!

Welcher Bevölkerung geht es besser?

Aber selbst die Stimmung dort ist eine ganz andere. Auch wenn in den dortigen Medien von der Krise in Europa und den USA berichtet wird, so geht dies an diesen Menschen doch weitgehend vorbei. Man kann natürlich sagen, es sei ja nicht ihre Krise. Aber wenn die westlichen Industriestaaten in Schwierigkeiten gerät, werden es diese Länder  auch zu spüren bekommen.

Nein, es ist wohl eher eine ganz andere Art, mit Krisen umzugehen. Ich hatte den Eindruck, dass dort einfach die hier übliche Aufgeregtheit fehlt. Man lässt die Dinge auf sich zukommen. Sollte es zu einer Krise kommen, wird man sich auch damit arrangieren – das Leben geht halt weiter. Und bis dahin genießt man noch ein wenig die Sonne oder das Leben oder was sonst noch so auf einen zukommt.

So ist es, Deutschland und die USA oder Europa sind so fern, das interessiert fast niemanden. Warum sollte man sich deswegen auch Probleme machen?

Der eigentliche Kulturschock

Den eigentlichen Kulturschock hatte ich daher, wie gesagt, als ich nach Deutschland zurückgekommen bin. Mir wurde dann erst bewusst, wie negativ die meisten hier mittlerweile gestimmt sind.

Viele reden von Krisen, sind schlecht gelaunt, hektisch, mürrisch und im Vergleich eher unfreundlich. Den Gesichtern fehlt das Strahlen, die Freundlichkeit – auch fehlt dieser entspannt fröhliche Ausdruck.

Ich frage mich seitdem ernsthaft, welcher Bevölkerung es eigentlich wirklich besser geht?

Das ist doch ganz klar! Den Menschen in Südamerika geht es besser. Vielleicht nicht unbedingt Materiell, aber menschlich und das ist das wichtigste. Selbst mit wesentlich weniger als in Deutschland kommt man hier 100mal besser klar.

Mit dem Moped durch Argentinien.

Mit dem Moped durch Argentinien.

Das reiche Land

Dabei drängte sich mir natürlich auch der unglaubliche Reichtum hier in Deutschland ins Bewusstsein – die sauberen Straßen, die ordentlichen Häuser, die unglaublich vielen, frisch gewaschenen, glänzend neuwertigen Autos, die jede Straße säumen. Aber auch die Menschen wirken sauberer, oft sehr schick und gut gekleidet – sie leben in großen Wohnungen und ausgefallenen Häusern, mit sauberen, fließendem Wasser, teuren Hi-Fi-Anlagen und Fernsehern, sowie gut ausgestatteten Küchen und beindruckenden Bädern.

Und mal ehrlich, wer braucht all diesen Scheiß? Das ist reines Konsumdenken! Suggeriert von der Werbung in aufgearbeiteten TV wird einem gezielt beigebracht was man so alles braucht um “In” zu sein.  So lange wie Du dann auch brav alles das machst was das deutsche Regime von Dir verlangt dessen Personal Du ja bist wie der Personal-Ausweis es Dir ja belegt, so lange lassen sie Dich in Ruhe, füttern Dich, damit Du Deine Schutzgelder (Steuern) bezahlen kannst. Zum Kauf der Luxusartikel erhältst Du von den Banken dann Kredite und diese machen dich dann wieder abhängig. Ein gesteuerter Teufelskreis. Wer einmal in dieser Mühle drin ist, kommt selten wieder raus.

Krise 3.0

Vielleicht werden wir in Deutschland in eine Rezession geraten – vielleicht wird es sogar eine größere Krise geben. Aber selbst dann werden wir noch weit entfernt von den Lebensumständen des Großteils der Bevölkerung anderer Länder sein. Wir haben viel erreicht, und sicher ist die Angst groß, das alles wieder zu verlieren. Aber wir haben die Relationen verloren. Wir haben den Blick dafür verloren, welch unglaubliches Glück die Meisten von uns hatten, hier in diesem Land geboren worden zu sein.

Ob das so ein Glück ist wenn man in Deutschland geboren wurde wagt der Uru Guru nach seinem auswandern stark zu bezweifeln!

alles-verboten

alles-verboten

Vielleicht sollten wir neben all der Panik, den Sorgen und den Krisenstimmungen, die uns alle zurzeit anfallen, hin und wieder auch den Blick auf das Wesentliche lenken – nämlich die Tatsache, dass die allermeisten Menschen in Deutschland im Vergleich zu den allermeisten anderen Menschen dieser Erde, in einem Paradies leben – ein Paradies, dessen Bewohner allerdings die Freude verloren haben…

Auch hier kann man nur bedingt zustimmen. Ein Paradies ist Deutschland bestimmt nur für die welche sich genug Geld ergaunert haben. Ergaunert? Ja klar, denn von ehrlicher Arbeit kann in Deutschland niemand reich werden.

Wer hier in Südamerika mal beobachtet wie die Einheimischen so leben, der wird zur gleichen Einsicht kommen. Wer hier ehrlich arbeitet der hat zu tun und wer zu tun hat verdient auch Geld und wer Geld hat kann sich auch etwas leisten. Das ist nicht anderes als in Deutschland. Nur bekommt man hier nicht gleich wieder 50% aus der Tasche gezogen. Somit bleibt von weniger Einkommen, mehr übrig. Dann sind die Ansprüche bei weitem nicht so hoch, wie man das von Deutschland aus kennt.

Alles in Allem, Uru Gurus Entscheidung nochmals einen neuen Anfang zu versuchen war eine der besten Entscheidungen die er je in seinem Leben hat treffen können.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter 

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