Rom war ein faschistisch-aristokratisches Imperium

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Das alte Rom

Rom war ein faschistisch-aristokratisches Imperium – oder die Wahre Geschichte von Nero


Geschichtsbücher wurden seit jeher gefälscht. Und “Geschichte” in der Antike war alles andere als objektiv.

Die Geschichten und Anekdoten, auf Grund derer wir heute ein Bild von Nero haben, wurde von Vertretern der konservativsten und reaktionärsten Schicht in Rom geschrieben, die dort seit jeher ihre Macht verteidigte. Tacitus, der die erste Quelle der Regierungszeit Neros darstellt, wäre wohl heute ein Funktionär in der FDP.

Nero war in der Tat ein Freigeist. Einer der niemals Kaiser werden wollte – Triebkraft hinter dem Ganzen Geschehen war seine macht besessene Mutter.

Nero schenkte – im Gegensatz zu heutigen “Kaisern” – Griechenland die Freiheit. Welcher andere Herrscher hat das je getan? Die Griechen haben ihm das übrigens nicht vergessen, wir aber die reiche Kultur der Griechen – inklusive ihres erfolgreichen Modells der Demokratie.

Wir folgen lieber immer noch der antik-faschistischen Linie des alten Rom, deren Machtstrukturen nach wie vor fest in unserer Gesellschaft verankert sind. Der Senat war ebenfalls keine Versammlung des Volkes, sondern eine Ansammlung alter und stinkreicher Adliger, die nichts mehr verachteten wie Einkommen durch ehrliche Arbeit zu erwirtschaften. Wenn also Nero die Macht des Senats beschnitt, so wies er den übelsten Feind des Volkes in Schranken und war – zu Recht – beim Volk äußerst beliebt. So beliebt, dass auf seinem Grab noch 500 Jahre später frische Blumen abgelegt wurden…

Rom war ein faschistisch-monarchisches Imperium, das sich noch nicht einmal die Mühe gab seine brutalen Methoden auch nur ansatzweise zu verschleiern und ganz offen zu ihren menschenverachtenden Ansichten stand. Wissenschaftliche Textkritik kann solche Verzerrungen heute prima filtern und den wahren Kern einer antiken Quelle offenbaren. Daraus ergibt sich ein deutlich anderes Bild von Nero als der immer noch erfolgreich verlaufende Propagandafeldzug (“Quo Kadis”) der adligen Oberschicht von Rom, der ihn als Barbaren darstellt. Wiewohl er rote Haare hatte, was ihn damals noch suspekter machte. Galten diese Menschen im abergläubischen Rom doch als verhext. Wer als Rothaariger in einem deutschen Bergdorf aufgewachsen ist weiß wovon ich spreche…

Ein weiteres Detail der Geschichtsfälschung um den ohnehin schon gebrandmarkten Nero sind die ihm zur Last gelegten Morde an Christen.

Bis heute ist äußerst fragwürdig, ob diese Morde wirklich passiert sind. Direkte Belege gibt es jedenfalls nicht. Die erhaltenen Akten sprechen eine andere Sprache: Die “krestos” die Neros Richter verurteilten, waren Wucherer (so die Übersetzung), welche Rom in Brand steckten zum Zwecke der Bodenspekulation. Christen und Juden waren aus römischer Sicht so verschieden wie Sunniten und Schiiten heutzutage. In der römischen Rechtsprechung wurden sie jedenfalls nicht unterschieden. Von Juden ist aber definitiv kein Rede in den Akten. Die verhielten sich nämlich ruhig… aus gutem Grund.

Der erste Brand brach in Neros frisch erbautem Palast aus, auf den er sich lange gefreut hat und der sich von seiner leichten und vergnügten Architektur von der strengen Architektur anderer Herrscher wohltuend unterschied. Ein Nero, der in seiner Stadt Platz durch Branstiftung schaffen will, fackelt wohl kaum seine eigene Anlage ab und löscht danach die Armenviertel, was ebenfalls durch Tacitus im Nebensatz erwähnt wird. Sieht so das Psychogramm eines “Irren” aus?

Manche der “kresti” wurden verurteilt, manche freigesprochen. Eine ganz gewöhnliche Strafverfolgung also, der mehrere Wochen Ermittlungen vorausgingen. Also genau die Leute, die später Nero ihre eigenen üblen Absichten unterstellten (auch heute noch werden Wälder in Spanien, Griechenland und Italien von diesen Leuten abgefackelt, um Baugrund zu erhalten…) und dadurch geschickt von sich selbst und ihren – heute würde man sagen neoliberalen – Absichten ablenkten. Von wahllosen Massenmorden an “armen Christen” keine Spur.

Dass Christen unter den Wucherern waren ist wahrscheinlich, denn sie waren von den strengen Gesetzen der orthodoxen Judenschaft befreit und wurden – siehe Pauls – regelrecht ermuntert, gegen die öffentliche Ordnung zu opponieren, um das Armageddon herbeizurufen. Erinnert so bisschen an die Evangelikalen der heutigen Zeit, die es auch nicht erwarten können, dass die Erde mitsamt Inhalt ausgelöscht wird. Wenn heute ein ein katholischer Bischof wegen Sex mit Kindern verurteilt wird, wird er nicht wegen seines Glaubens verurteilt, sondern wegen seiner Straftaten. Und das zu Recht. Auch Nero konnte das differenzieren, spätere Generationen mit Hass im Herzen und dem Wunsch einen Künstler – der Nero im Herzen war – zum Sündenbock zu stempeln aber offenbar nicht mehr. Solche Verurteilungen von Spekulantentum würde ich mir heutzutage bei S21 und dem ganzen “Rettungs”-Wahnsinn wünschen… aber davon sind wir weit entfernt. Das von germanisch-naturrechtlichen Gepflogenheiten geprägte Island hat einen anderen Weg beschritten… aber das ist eine andere Geschichte.

Für diese ungeheurer mutige Tat, für die es in der ganzen römisch-antiken Geschichte kein Beispiel gibt, musste Nero sterben. Um diesen beliebten Menschen ermorden zu können, musste zuerst sein Ruf ermordet werden. Danach konnte dieser Vorläufer eines Lincoln oder Kennedy komplett beseitigt werden. Die Folgen waren verheerend. Seine Reformen wurden rückgängig gemacht, Rom wurde wieder von Spekulanten regiert die Marionettenkaiser einsetzten, Griechenland verlor seine Freiheit endgültig, an der Stelle seines Domus Aurea, des herrlichsten Hauses, das je in Rom gebaut wurde, errichtete Tiberius die größte Bühne antiker Grausamkeit – das Kolosseum. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt…

Antike mit heutigen Strukturen zu vergleichen ist für meine Einsicht der Welt unseriös. Auch wenn das wieder ein sehr abgenutztes Wort ist. Dennoch zeigen die Geschehnisse, wie eben Geschichte geMACHT wird. Und ermutigen uns, genauer hinzuschauen, um den Lügen der heutigen Brandstifter in der Welt zu widerstehen und sie mit dem Licht der Wahrheit aufzudecken als das, was sie in Wahrheit sind: Verrat am Leben.

Wer bereit ist, aus der Vergangenheit zu lernen, ist nicht dazu verdammt, sie zu wiederholen.

Und wieder bedanken wir uns bei Armin Köhler dessen Beitrag wir 1 zu 1 übernommen haben.

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