Uruguay

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Kleines Land ganz groß!

Kleines Uruguay

Kleines Uruguay

Hallo aus Uruguay,

seit mehr als sieben Jahren lebe ich nun in diesem wunderschönen Land und wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich hier auch nicht mehr weg, weil ich mich hier Sau wohl fühle.

Uruguay, dieses Land kennen nur die wenigsten Deutschen und das meistens nur vom Fußball her, denn wie auch in Deutschland ist Fußball in Uruguay eine sehr wichtige Sportart.

Die positiven Dinge von Uruguay:

Das Land hat gerade mal ca. 3,5 Millionen Einwohner von denen sich mehr als die Hälfte in der faszinierenden Hauptstadt Montevideo angesiedelt haben. Wenn nun jemand denkt, dass deswegen die Stadt aus den Nähten platzt der irrt. Montevideo ist eine sehr alte Stadt und man kann vielfach der Tradition und Schönheit noch ungeschminkt bewundern, sie ist aber auch sehr weitläufig so dass sich deren Einwohnerzahl über ein breites Stadtgebiet verteilt ohne dabei aber an Übersicht zu verlieren. Wer sich eine wenig mit dem Stadtbild beschäftigt und den schachbrettartigen Aufbau erkennt, der wird sich schwerlich in der Stadt verfahren können. Besonders hervorzuheben wäre noch das viele Grün welches man im ganzen Zentrum findet gepaart mit einem vielseitigem Kulturprogramm welches überall angeboten wird.

Dazu kommen dann die Vorstädte im direkten Einzugsgebiet der Hauptstadt in denen es ebenfalls zu keinen Gedränge kommt. In Uruguay leben die Menschen selten in den großen anonymen Wohnsilos obwohl es natürlich auch Diese gibt. Besonders in der Hafenstadt Punta del Este, im Bundesland Maldonado, dem Pendant zum europäischen Cannes oder Nizza, wo sich ebenfalls die Reichen und Schönen regelmäßig eine Stelldichein geben. Die Distanz Montevideo nach Punta del Este beträgt gerade Mal ca. 130km was auf der gut ausgebauten Interbalnearia, so heißt die Autobahn ähnliche Hauptverkehrsstraße, in weniger als 2 Stunden gemütlich zu schaffen ist.

Auch in die andere Richtung, nach Colonia del Sacramento sind es von Montevideo auch nur ca. 130km! Colonia zählt zum Weltkulturerbe und ist besonders sehenswert und geschützt. Von dort kann man übrigens über den Rio de la Plata bis nach Buenos Aires blicken.

Überhaupt sind die Distanzen in Uruguay überschaubar. 500Km sind in der Regel die weitesten Verbindungen und bequem in einem Tag zu schaffen. Die Straßen in Uruguay sind auf den Hauptverkehrswegen ähnlich der deutschen Autobahnen ausgebaut. Abseits findet man allerdings vielfach Schotterpisten welche nicht unbedingt zu schnell fahren geeignet sind.

Städte gibt es eigentlich nur ganz wenige und kaum eine hat mehr als 100.000 Einwohner, also alles recht übersichtlich und dörflich. Zwischen den Städten liegen allerdings Distanzen die zurück gelegt werden müssen. Wer über kein eigenes Auto verfügt der nimmt den öffentlichen Bus. Die Busverbindungen sind so ausgelegt, dass man jeden Ort bequem erreichen kann. Nicht immer und unbedingt an einem Tag.

Montevideo

Montevideo

Aber wer außer einigen Motorradfahrern will in Uruguay schon schnell fahren? In diesem Land hat man noch Zeit und wenn nicht, dann nimmt man sich die eben. Man muss sich als Deutscher schon gewaltig umstellen um an die Ruhe der Uruguayer heranzukommen. Wer hier drängelt kommt eh nicht weiter. Schlange stehen ist normal und gehört zum guten Ton. Egal ob beim Metzger am Bankautomaten oder gar in der Bank. Wartenummern regeln das Vorankommen 🙂

Klimatisch liegt Uruguay in der subtropischen Zone. Es ist also spürbar wärmer als wir es von Deutschland her kennen. Je weiter wir Richtung Norden gehen desto wärmer wird es. Vergleichbar wie Hamburg und München wobei in Deutschland es ja andersherum ist. Dort wird es im Süden wärmer. Das Wetter ist nicht nur wärmer, es ist auch beständiger. Sieben Monate ohne nennenswerten Regen sind nicht die Regel aber möglich. 14 Tage Dauerregen ebenfalls. Schnee ist ein Fremdwort. In der Regel aber hat man ein beständiges Wohlfühlklima. Die Meisten Häuser verfügen über keine Heizung. Man nutzt Klimaanlagen oder Holzöfen, Gasheizungen oder den offenen Kamin um in den Wintermonaten nicht zu frieren. Die Nächte können nämlich mit bis zu minus 4 Grad sehr frisch werden obwohl es dann Tagsüber wieder so warm wird, dass man mit kurzen Ärmeln nach draußen gehen kann.

Es gibt keine Erdbeben und Vulkanausbrüche auch sind Hurrikans oder Tornados eigentlich unbekannt obwohl es in der letzten Zeit einige Zyklone gegeben hat welche örtlich für recht heftige Schäden durch Hagel und Wind sorgten. Vor dem Wetter kann niemand sicher sein.

Uruguays Küche!

Aus Uruguay kommt Rindfleisch welches zu den weltweit besten gehört und auch überall hin exportiert wird. Rindfleisch von Rindern welche auf den weitläufigen Weiden noch so leben dürfen wie es von der Natur aus vorgesehen ist. Dieses Fleisch ist auch noch relativ günstig zu haben. Darum bekommt man es überall in allen Variationen. Vielfach wird es gegrillt was es dann besonders lecker macht. Ebenso gibt es natürlich durch die Nähe zum Wasser, Fisch. Fisch aus dem Meer, aus dem Rio, aus den Seen oder Flüssen dazu alle anderen möglichen Wasserbewohner. Natürlich gibt es auch Schwein, Lamm und andere Leckereien. Uruguays Küche ist recht vielfältig was wiederum an der Verschiedenheit der Einwohner liegt. Es gibt ja keine originalen Uruguayer mehr. Die Bevölkerung besteht aus allen möglichen Einwanderern und so vielfältig ist eben auch die Küche. Nur das Beste hat sich durchgesetzt und für jeden ist da etwas dabei. Gleiches gilt für die Getränke. Es gibt sehr gute Weinkeller welche aus eigenem Anbau produzieren. Das uruguayische Klima sorgt schon für einen sehr guten Wein.

Montevideo Uruguay

Freunde von Südfrüchten werden in Uruguay besonders auf ihre Kosten kommen und auch jegliche Art von Gemüse und Salaten ist zu haben. Durch die Nähe zu Brasilien bekommt man auch noch Früchte welche kaum ein Deutscher kennt. Anders gibt es aber auch Früchte in Deutschland welche in Uruguay fast gänzlich unbekannt sind.

Die Tierwelt.

In Uruguay leben mehr Rinder und Pferde als Menschen. Reiter sieht man täglich. Es gibt ganz goldige Wasserschweine, Hasen, Emus, eine Art Rehe, Schlangen und jede Menge Vögel und Insekten wobei die Ameisen wohl schon als Plage anzusehen sind. Spinnen dürfen ebenfalls nicht in dieser Aufzählung fehlen. Ebenso die Vielfalt an Fröschen. Niemals habe ich vorher so große Frösche gesehen wie hier in Uruguay. Auch nach mehr als sieben Jahren kenne ich noch lange nicht alle Tiere welche hier beheimatet sind. Besonders bei den Insekten bin ich immer wieder überrascht, zu welchen Formen die Natur fähig ist.

Politisch!

Seit mehr als zehn Jahren dominieren Kommunisten. Was davon zu halten ist? Nun ja es ist relativ ruhig wenn man es sich nicht genau anschaut. Die Meisten interessieren sich nicht für Politik. Man nimmt es gelassen und geht regelmäßig mit bescheidenen Erfolg zum streiken auf die Straßen.

Es wird eine Politik getrieben, welche von, so möchte man meine, außen gesteuert wird, denn auch hier hat schon lange die NWO also das Geld das sagen. Die BCU, Banco Central del Uruguay gehört niemandem anders als Rothschild. Denke das sagt schon alles.

Es wird also auch hier nur bedingt eine Politik fürs Volk gemacht. Das finanzielle steht ganz oben auf den Agenda und die Regierenden, allen voran der momentane Präsident schaufeln erst einmal in die eigenen Taschen. Hier unterscheidet sich Uruguay nicht vom Rest der Welt.

Der amtierenden Präsident

Der amtierenden Präsident, Onkologe und Freund der Pharmazie!

Es gibt Hindernisse mit denen man Kämpfen muss. Der Staat im Staat der Zoll scheint ein Eigenleben zu führen und verhindert mit seiner finanzielle Politik ganz vehement eine möglichen industriellen Aufstieg des Landes durch eine sehr hohe Einfuhrsteuer von 60% welche auch noch zuzüglich auf den Versand erhoben werden. Da kann man sich nur an den Kopf greifen und nach wegen suchen um eben diese 60% zu umgehen.

Der Uruguayer geht seiner Wahlpflicht nach, und zwar nicht nur weil es eine Pflicht ist, sondern weil er ein Mitspracherecht wünscht und am politischen Geschehen gerne teilnimmt. Privatinitiativen (Sammlung von Unterschriften) haben eine offizielle Volksbefragung bzw -Abstimmung bewirkt und auf diesem Weg wurden schon diverse Gesetzestexte geändert.

Die Gesundheitsvorsorge.

In einer der letzten Erhebungen diesbezüglich sieht man Uruguay weltweit auf dem zweiten Platz. Das heißt, dass hier alles für die Gesundheit der Menschen getan wird. Es gibt sehr gute Ärzte und Hospitäler. Pharmazeutisch ist alles zu haben. Sogar zu relativ erschwinglichen Preisen. Besser allerdings ist man braucht den Dreck erst gar nicht!

Leider leben hier auch sehr viele Demenzkranke und auch Alzheimer ist sehr weit verbreitet. Ob das eventuell damit zusammen hängt, dass Uruguay eines der wenigen Ländern ist in dem das natürliche Speisesalz mit den Giften Jod und Fluor angereichert wird? Ganz bestimmt sogar. Auch der Impfzirkus ist ganz groß in Uruguay. Schon die Kinder in der Schule müssen sich der Zwangsvergiftung aussetzen. Das sind die wenigen negativen Dinge in diesem an sich so schönen Land.

Legales Cannabis

Legales Cannabis für die Gesundheit und den persönlichen Genuss.

Ok die Legalisierung von Cannabis, dem Gesundmacher schlechthin, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Da wird sich wohl in den nächsten Jahren noch so einiges tun. Leider versuchen da wieder Firmen wie Monsanto und Bayer ihr dreckigen Finger ins Spiel zu bringen.

Arbeiten in Uruguay.

Alles ist möglich. Grundvoraussetzung ist allerdings, das man die spanische Sprache beherrscht. Fachkräfte sind überall gefragt. Allerdings gibt es auch in einem Land mit 3,5 Millionen Einwohnern sicherlich nicht so viele Firmen welche auf Arbeitskräfte angewiesen sind und wenn hat man genug Uruguayer zur Verfügung. Vollbeschäftigung ist auch hier ein Fremdwort.

Wenn man also aus Deutschland oder sonst wo nach Uruguay einwandert, dann sollte man, sofern man noch arbeiten muss, nicht nur einen Plan A sondern auch einen Plan B oder gar C in der Tasche haben um hier überleben zu können.

Denn eines ist sicher! Das Geld geht weg. Egal wie. Die Preise in Uruguay sind seit dem ich hier bin immer nur gestiegen und das nicht gerade wenig. Auch wenn es vielleicht nicht nach viel aussieht im ersten Moment summiert sich das Ganze gewaltig. Wir haben den fünft teuersten Sprit der Welt, liegen da sogar vor Deutschland. Dies schlägt sich auf alles nieder was transportiert werden muss und das ist quasi alles.

Und trotzdem, wer sich auskennt, umschaut und konsequent dort einkaufen geht wo es billiger ist kommt unterem Strich mit einheimischen Produkten immer noch billiger weg als in Deutschland, wobei man bedenken muss, dass man hier noch Lebensmittel bekommt und nicht mit Füllstoffen ab gespeist wird.

Fazit.

Mein Auswandern nach Uruguay war ein guter Schritt den ich bis heute noch nicht einmal eine Minute bereut habe. Im Gegenteil. Ich bedaure, dass ich nicht schon sehr viel früher diesen Schritt gegangen bin.

Uruguay ist ein kleines wunderschönes Land und gerade deswegen ganz groß für mich. Auf alle Fälle ist es freier, unabhängiger und freundlicher als es Deutschland je sein wird.

Wer sich mit den Urus beschäftigt wird ganz schnell feststellen, dass sie ein unheimlich hilfsbereites und herzliches Volk sind welche den Ausländer nicht auslachen weil er ihre Sprache nicht beherrscht. Sie geben sich alle Mühe ihn zu verstehen und kramen dazu selbst ihr mühsam erlerntes englisch hervor nur damit man sich verständigen kann. Auch kann man davon ausgehen, dass der urtypische Uru im Landesinneren von Natur aus ehrlich ist.

Hier bin ich Mensch, hier darf ich es sein.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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